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Fliegenfischen ist in fast allen Gewässern möglich. Diese Methode wird hauptsächlich für Salmoniden eingesetzt, ist aber auch bei vielen anderen Fischarten möglich.
Beim Fliegenfischen werden als Köder künstliche Fliegen verwendet, die Insektenlarven, Wasserinsekten oder kleine Krebstiere imitieren sollen. Künstliche Fliegen haben kaum Gewicht, da sie aus leichtem Kunststoff, Tierhaaren oder Vogelfedern gefertigt werden. Die leichten Kunstgebilde werden auf unterschiedlich großen Haken befestigt.
Da der Fliegenköder fast kein Eigengewicht hat, wird beim Fliegenfischen eine spezielle Angelschnur verwendet, die das erforderliche Wurfgewicht bringt. Im Handel sind Angelschnüre zum Fliegenfischen mit verschiedenem Querschnitt erhältlich. Es gibt Angelschnüre mit gleichbleibendem Querschnitt (L), an beiden Seiten sich verjüngendem Querschnitt (DT), einseitig verjüngtem Querschnitt (ST) oder sich keulenförmig verdickende Angelschnüre (WF). Fliegenschnüre haben eine Länge zwischen 25 und 35 Metern und erfordern eine spezielle Wurftechnik.
Zusätzlich sind spezielle Fliegenruten erforderlich. Einhand-Fliegenruten der Klassen vier bis sechs werden hauptsächlich zum Trocken- und Nymphenfischen eingesetzt, während Ein- und Zweihand-Fliegenruten der Klassen zehn und elf vorrangig für Großforellen oder Hechte sowie für das schwere Streamerfischen zum Einsatz kommen.
Beim Fliegenfischen unterscheidet man unter zwei Grundtechniken, dem Trocken- und Nassfliegenfischen. Beim Trockenfliegenfischen schwimmt der Köder auf der Wasseroberfläche und imitiert Insektenlarven oder Insekten, die zur Eiablage auf die Wasseroberfläche kommen. Damit der Fliegenköder nicht untergeht, muss der Köder speziell gebunden und imprägniert sein.
Das Nassfliegenfischen unterteilt sich in das eigentliche Nassfliegenfischen, Nymphenfischen und Streamerfischen. Beim Nassfliegenfischen schwimmt der Fliegenköder knapp unter der Wasseroberfläche und imitiert Insekten, die ertrunken sind oder Larven, die unter der Wasseroberfläche leben.
Beim Nymphenfischen ähnelt der Köder Insektenlarven oder kleinen Krebstieren, die in nahezu allen Wasserschichten leben, so dass Nymphen von knapp unter der Wasseroberfläche bis zum Gewässergrund angeboten werden können.
Beim Streamerfischen wird die Fliege gezogen, imitiert jedoch in dem Fall keine Insekten, sondern kleine Beutefische. Die Methode des Streamerfischens wird bei größeren Raubfischen angewandt.